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Stichworte von A bis Z – wichtige Dinge, die Autofahrer wissen sollten, und nebensächliche Dinge, die sie vielleicht interessieren :-)
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Für den Grenzübertritt nach Polen und Tschechien brauchen EU-Bürger einen gültigen Personalausweis; ein Reisepass tut’s natürlich auch. Nicht-EU-Bürger benötigen zwingend einen Reisepass und meistens auch ein Visum. Wenn Kinder gemeinsam mit einem Elternteil reisen, genügt es, wenn sie beim Elternteil im Reisepass eingetragen sind. Ansonsten brauchen sie einen Kinderausweis oder Kinderreisepass.
Siehe auch: Grenzkontrolle
In Polen gibt es nur sehr wenige Autobahnen.
Ein landesweites Autobahnnetz ist zwar in Planung,
aber es wird sicherlich noch viele Jahre dauern, bis es gebaut ist.
In Polen gibt es für PKW keine Autobahn-Vignetten.
Sofern dort Straßen gebührenpflichtig sind,
wird (wie in Frankreich) direkt vor Ort kassiert.
Die Tschechische Republik verfügt über einige Autobahnen, die sternförmig von und nach Prag führen.
Fast alle Autobahnabschnitte sind gebührenpflichtig.
Siehe unten: PKW-Vignetten, LKW-Maut
(Schnellstraße, Maut, Vignette)
Fast alle tschechischen Autobahnen und Schnellstraßen sind gebührenpflichtig. Um sie zu benutzen, muss man für Kraftfahrzeuge, die vier oder mehr Räder haben, und deren zulässiges Gesamtgewicht bis zu 3,5 t beträgt, eine Vignette kaufen. Motorräder brauchen keine Vignette. Die Vignette ist als zweiteiliger Kupon ausgeführt: Auf beiden Abschnitten muss man das Kfz-Kennzeichen notieren. Dann klebt man den einen Teil in die rechte untere Ecke der Windschutzscheibe. Der andere Teil ist ein Kontrollabschnitt; den muss man aufbewahren und mit sich führen. Der Preis ist gestaffelt nach Zeitraum; eine Staffelung nach Fahrzeugklassen gibt es nicht mehr:
Verstöße gegen die Vignettenpflicht kann die Polizei mit Bußgeld bis zu 5000 kč (ca. 200 €) ahnden. Lässt man es zu einem Gerichtsverfahren kommen, wird es noch teurer.
Vignetten bekommt man in Tschechien an vielen Tankstellen und Kiosken, insbesondere in der Nähe der Grenzübergänge und der Autobahn-Anschlussstellen. Man kann sie auch schon vor Reiseantritt beim ADAC bestellen.
Übersichtskarte: Vignettenpflichtige Straßen für PKW (blau eingezeichnet)
Da in Tschechien viele Landstraßenabschnitte ähnlich wie Schnellstraßen ausgebaut sind, ist man als Fremder manchmal unsicher, ob man sich auf einer gebührenpflichtigen Autobahn/Schnellstraße befindet, oder lediglich auf einer exzellent ausgebauten, gebührenfreien Landstraße. Darüber bescheid zu wissen ist aber wichtig – nicht nur wegen der Vignette, sondern auch, weil sich danach die zulässige Höchstgeschwindigkeit richtet. Kriterien:
Steht an einer Auffahrt ein Autobahnschild
,
so ist dies grundsätzlich ein sicheres Zeichen, dass die Straße gebührenpflichtig ist.
Eventuell kann darunter noch ein Zusatzschild sein mit einem Vignettensymbol
oder mit der Aufschrift „S POPLATKOU“, d. h. „gebührenpflichtig“.
Nötig ist so ein Zusatzschild aber nicht, weil Gebührenpflicht hier der Normalfall ist.
Im Ausnahmefall, wenn ein Autobahnabschnitt gebührenfrei ist,
ist unterm Autobahnschild ein Zusatzschild mit durchgestrichener Vignette angebracht:
, oder evtl. mit der Aufschrift „BEZ POPLATKU“
Ein weiteres starkes Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe der Wegweisertafeln:
Auf Autobahnen und echten Schnellstraßen sind sie grün, auf Landstraßen blau.
Ist eine Straße also von grünen Wegweisertafeln gesäumt, so darf man dort getrost
schnell fahren,
und man braucht dafür höchstwahrscheinlich eine Vignette –
es sei denn, die Straße wurde mit dem Zusatzschild
ausdrücklich als gebührenfrei ausgewiesen.
Busse und LKW über 3,5 Tonnen bekommen in Tschechien keine Vignetten mehr.
Stattdessen brauchen sie einen Mikrowellensender für
elektronische Maut,
die nach gefahrenen Kilometern, Tageszeit und ökologischen Kriterien berechnet wird.
Strecken, die für Fahrzeuge über 3,5 t mautpflichtig sind, erkennt man an diesem Schild:
Übersichtskarte: Mautpflichtige Straßen für LKW (blau eingezeichnet)
Reist man von Zittau aus nach Tschechien ein, so bekommt man Vignetten u. a. in der Wechselstube am Grenzübergang, und bei den Tankstellen PapOil und EuroOil.
Man stößt, wenn man von hier kommt, zunächst auf die Landstraße Nr. 35 nach Liberec, oder die Landstraße Nr. 13 nach Děčín. Die Landstraße 13 ist völlig gebührenfrei. Auf der Landstraße 35 dürfen alle Fahrzeuge gebührenfrei Hrádek nad Nisou umrunden und bis hinter Bílý Kostel fahren. Von dort an wird LKW-Maut erhoben. PKW dürfen ohne Vignette noch weiter bis nach Liberec, und darüber hinaus bis zum Abzweig nach Jablonec nad Nisou. Nur wenn man von dort aus in Richtung Turnov/Prag weiterfährt, wird die Landstraße 35 zu einer offiziellen Schnellstraße mit Vignettenpflicht.
Die Landstraße 35 ist zwischen Zittau und Liberec teilweise schon exzellent ausgebaut. Weitere Ausbauten sind geplant oder in Arbeit. Siehe Karte: Ausbau der I/35
Straßensystem in Tschechien
ceskedalnice.cz ·
dalnice-silnice.cz ·
mdcr.cz (Verkehrsministerium) ·
dalnice.com
(LPG, Flüsiggas)
Autogas – Liquefied Petroleum Gas (LPG), Gaz de pétrole liquéfié (GPL) – ist ein relativ preiswerter und umweltfreundlicher Kraftstoff. Dieses Gas, das sich schon bei mäßigem Druck verflüssigt, fällt beim Fördern und Raffinieren von Öl als Nebenprodukt an. Früher hat man es einfach abgefackelt; heute wird es gesammelt und an zahlreichen Tankstellen als Kraftstoff angeboten. Es ist nicht identisch und sollte nicht verwechselt werden mit Erdgas – Compressed Natural Gas (CNG).
Deutschland hat ein ziemlich dichtes Netz von
Autogas-Tankstellen.
In den östlichen Nachbarländern Polen und Tschechien ist das Netz sogar noch dichter.
Dort zählt „LPG“ bzw. „AUTO GAZ“
schon beinahe zum Standardangebot jeder größeren Tankstelle.
Gas tanken im Ausland kann jedoch schwierig sein, weil es unterschiedliche Anschlusssysteme gibt (z. B. in Deutschland den ACME-Anschluss, in Polen und Tschechien der Dish-Anschluss). Ein einheitlicher europäischer Betankungsanschluss namens Euronozzle wird gerade erst eingeführt.
Man kann im Prinzip fast jeden PKW auf Autogas umrüsten: Zusätzlich zum herkömmlichen Kraftstofftank wird ein Gastank in die Reserveradmulde eingebaut. Man kann dann zwischen beiden Kraftstoffen umschalten, ist also nicht zwangsläufig auf Autogas angewiesen.
Ein Liter Autogas kostet nur ungefähr halb so viel wie ein Liter Super oder Diesel. Die Summe, die man tatsächlich spart, vermindert sich aber dadurch, dass der Literverbrauch bei Autogas etwas höher ist. Außerdem kostet die Umrüstung eines Fahrzeugs mehrere Tausend Euro. Diese Investition zahlt sich letztlich nur bei Autos aus, die noch fast neu sind und viel gefahren werden. Auch bei Neuwagen, die von vornherein für Autogas ausgerüstet sind, zahlt man in aller Regel einen Aufpreis in ähnlicher Größenordnung.
Autogas wird in Deutschland fast ebenso günstig angeboten wie in Polen und Tschechien. Es gibt da so gut wie keinen Preisunterschied, anders als bei herkömmlichen Kraftstoffen, die in den Nachbarländern deutlich billiger sind.
Siehe auch: Benzinsorten, aktuelle Kraftstoffpreise im Dreiländereck
Bahnschranken sind in Polen und Tschechien selten; es gibt häufig unbeschrankte Bahnübergänge mit Lichtsignalen: Blaues Licht bedeutet freie Fahrt; rote Blinklichter bedeuten: Warten; Zug kommt! Auf Nebenstrecken gibt es auch häufig unbeschrankte Bahnübergänge ohne Lichtsignal. Da muss man langsam heranfahren, nach rechts und links gucken, horchen, ob ein herannahender Zug hupt; wenn nicht – weiterfahren. (Das gilt natürlich in Deutschland genauso, aber weil es bei uns kaum noch unbeschrankte Bahnübergänge gibt, ist es ungewohnt.) Es ist immer ratsam, Bahnübergänge sehr langsam zu überqueren, nicht nur, weil ein Zug kommen könnte, sondern auch weil die Straßen an diesen Stellen oft sehr löchrig und uneben sind.
Die Kraftstoffpreise sind in den vergangenen Jahren auch in den östlichen Nachbarländern stark angestiegen. So kostete z. B. 1997 der Liter Super in Polen noch 1 DM (ca. 50 ct), heute schon über 1 €. Damit liegen die Kraftstoffpreise aber weiterhin deutlich niedriger als in Deutschland, so dass sich der Tanktourismus zumindest in unmittelbarer Grenznähe immer noch lohnt.
Abgeordnete des Bundestages haben vorgeschlagen, in deutschen Grenzregionen die Steuern auf Kraftstoffe zu reduzieren, um den Tanktourismus einzudämmen. Dieser Vorschlag ist jedoch am Widerstand der EU-Kommission und am Desinteresse deutscher Minister gescheitert.
Siehe auch: Preisniveau, aktuelle Kraftstoffpreise im Dreiländereck
(Bleifrei, Normalbenzin, Super, Super Plus, Natural, Special, Verbleit, Oktanzahl)
Auch in den Nachbarländern wird nur noch bleifreier Kraftstoff angeboten.
Er heißt dort Natural, oder in Polen auch „Benzyna bezołowiowa“.
In Polen steht oft ein durchgestrichenes „Pb“ als Zeichen für bleifreien
Kraftstoff („Pb“ ist das Zeichen für das chemische Element Blei).
Dazu wird jeweils die Oktanzahl angegeben:
Natural/Pb 91 = Normalbenzin
Natural/Pb 95 = Super
Natural/Pb 98 = Super Plus.
Zapfsäulen mit bleifreiem Kraftstoff erkennt man oft auch anhand der Farbgebung: Das Wort „Natural“ oder „Pb“ steht dort in weißer Schrift auf grünem Grund.
Normalbenzin mit 91 Oktan wird an polnischen Tankstellen nicht angeboten; statt dessen kann Super (Pb 95) getankt werden.
Für sehr alte Autos, die keinen bleifreien Sprit vertragen bieten manche Tankstellen noch Benzin mit Zusatzstoffen (Bleiersatz) an. Es ist gelb oder rot gekennzeichnet und heißt Speciál.
Siehe auch: Diesel, Kraftstoffqualität
(Geldbuße, Strafzettel, Knöllchen)
Nur zur besseren Vergleichbarkeit sind alle Beträge in Euro angegeben. In Wirklichkeit müssen Bußgelder stets in einheimischer Währung, und zwar in bar entrichtet werden.
| Verstoß |
|
|
|
|---|---|---|---|
| Kfz tagsüber ohne Licht fahren | 25 bis 70 € | 70 € | — |
| während der Fahrt ein Handy ohne Freisprecheinrichtung benutzen | 50 € | 50 bis 90 € | 40 € |
| 20km/h zu schnell | 75 € | 100 € | ab 30 € |
| falsch parken | ab 25 € | ab 50 € | 10 bis 50 € |
| Überholen im Überholverbot | ab 65 € | ab 70 € | ab 40 € |
| bei Rot über die Ampel fahren | ab 65 € | 90 € | ab 50 € |
| zu viel Alkohol am Steuer | bis 1200 € | ab 1000 € | bis 1500 € |
(Fahrradhelm, Kindersitz)
Bei Reisen in EU-Länder, insbesondere Polen und Tschechien, sind folgende Dinge erforderlich oder empfehlenswert:
ist natürlich auch drüben an jeder Tankstelle erhältlich. In Polen heißt Diesel „Olej Napędowy“, abgekürzt: „ON“ oder selten nur „O“. Bei den Tschechen heißt es meistens „Diesel“, selten auch „Nafta“.
Oft findet man die Diesel-Zapfsäule leicht anhand der Farbgebung: Die Bezeichnung „ON“ bzw. „Diesel“ steht in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund.
(Bus, Bahn, Öffentlicher Nahverkehr)
Für grenzüberschreitende Bahnreisen und öffentlichen Nahverkehr zwischen Deutschland, Polen und Tschechien werden spezielle Fahrkarten angeboten:
Auch mit gewöhnlichen Fahrkarten kommt man an manchen Stellen über die Grenze, weil einige Bus- und Bahnlinien Haltestellen im Nachbarland haben:
benutzen; die Züge halten auch in Zittau
.
halten auch in Varnsdorf
.
gibt es einen Haltepunkt in Krzewina Zgorzelecka
.
;
umgekehrt führt auch eine Zgorzelecer Buslinie nach Görlitz.
Beide Buslinien dienen hauptsächlich zum Shopping;
sie enden bei den großen Einkaufszentren real,-
und Marktkauf
.
Man sagt den Polen und Tschechen eine risikofreudige Fahrweise nach, aber aus meiner Erfahrung kann ich dies eigentlich nicht bestätigen. Natürlich halten sie sich nicht immer genau an die Verkehrsregeln, fahren manchmal schneller als erlaubt, aber das tun wir ja auch. Ich habe nicht den Eindruck, dass man in Polen und Tschechien generell rasanter oder riskanter fährt als in Deutschland. Hier wie dort gibt es Raser und Schneckensammler.
(Zebrastreifen, Schutzweg, Fussgängerstreifen, Fußgängerübergang)

Innerorts, außerorts und sogar auf Schnellstraßen
gibt es in Polen und Tschechien unheimlich viele Zebrastreifen.
Sie haben jedoch praktisch nicht denselben Stellenwert wie in Deutschland:
Es ist hier nicht üblich, dass Autos am Zebrastreifen halten,
wenn Fußgänger davor stehen und warten.
Nur wenn Fußgänger bereits über die Straße gehen,
fahren Autos langsamer oder halten an, um sie nicht über den Haufen zu fahren.
Fußgänger rechnen nicht damit, dass Autos extra für sie am Zebrastreifen halten,
sondern warten brav, bis sich im Verkehrsfluss eine Lücke auftut.
Ein ähnliches Verhalten war auch in der DDR üblich.
Vorsicht ist jedoch geboten, da die Straßenverkehrsordnungen von Polen und Tschechien durchaus einen gewissen Vorrang für Fußgänger am Zebrastreifen vorsehen. Der Unterschied liegt hier weniger im Gesetzestext, sondern mehr in der üblichen Praxis.
Seit Polen und Tschechien dem Schengener Abkommen beigetreten sind, wird an den Grenzübergängen in aller Regel nicht mehr kontrolliert. Reisende sind aber dennoch verpflichtet, einen Personalausweis oder Reisepass mitzuführen.
Siehe auch: Checkliste, Zoll
In der folgenden Liste finden Sie die Grenzübergänge im Umkreis des Dreiländerecks.
Die Liste ist z. Zt. unvollständig, weil sich durch das Schengener Abkommen viel geändert hat.
Weil kleine Grenzübergänge oft schlecht ausgeschildert sind,
ist jeweils dazu angegeben, welchen Wegweisern Sie vor Ort folgen müssen,
um den Grenzübergang zu finden:
► für die Hinfahrt
◄ für die Rückfahrt
Kfz-Grenzübergänge von und nach Sachsen sind auch auf der interaktiven Karte des Sächsischen Wirtschaftsministeriums verzeichnet.
(Wander-Grenzübergänge, Fußgänger-Grenzübergänge
–
)
In touristisch erschlossenen Grenzgebieten wie dem Zittauer Gebirge gibt es häufig Grenzübergänge, die ausschließlich für Wanderer und Radfahrer bestimmt sind. Sie liegen oft sehr einsam mitten im Wald und sind fast immer unbewacht.
Seit Polen und Tschechien dem Schengener Abkommen beigetreten sind, brauchen EU-Bürger sich nicht mehr unbedingt an diese wenigen Grenzübergänge halten; sie dürfen die Grenze auch an jeder anderen Stelle überschreiten. Nur in Naturschutzgebieten (z. B. in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz) geht das nicht, weil man dort wegen des Naturschutzes die Wege nicht verlassen darf. Ansonsten ist ein Grenzübertritt zwischen Sachsen und Tschechien an vielen Stellen leicht möglich, denn die Grenze ist nur mit Pfählen oder Steinen markiert; Sperranlagen gibt es nicht und gab es auch nie.
Zwischen Sachsen und Polen bildet die Neiße eine natürliche Sperre, darum wird man hier in aller Regel doch nur die offiziellen Wege, also die vorhandenen Brücken benutzen. Es ist aber aufgrund des Schengener Abkommens jetzt auch zulässig, die Neiße zu durchwaten oder mit einem Boot oder Floß zu überqueren.
Siehe auch: Liste der nahe gelegenen Grenzübergänge
Die Grüne Versicherungskarte ist seit dem 1.5.2004 in den neuen EU-Ländern nicht mehr erforderlich. Es erleichtert aber die Abwicklung im Schadensfall, wenn man trotzdem eine dabei hat.

Ebenso wie in Ostdeutschland sind an Ampelkreuzungen häufig grüne Rechtsabbiegepfeile angebracht.
Sie gestatten es, auch bei roter Ampel rechts abzubiegen;
man muss aber zunächst anhalten (als wenn da ein Stoppschild wäre),
gucken, Fußgänger und Fahrzeuge aus anderen Richtungen vorbeilassen, dann vorsichtig weiterfahren.
Achtung: Anders als in Deutschland sind grüne Pfeile in Polen oft nicht als Blechschild ausgeführt, sondern als Dauerlichtsignal. Die Bedeutung ist aber die gleiche: So ein leuchtender grüner Pfeil nach rechts bedeutet in Polen nicht, dass man als Rechtsabbieger freie Fahrt hat! Man muss vielmehr mit Querverkehr und Fußgängern rechnen und darf erst dann vorsichtig weiterfahren, wenn aus keiner anderen Richtung jemand kommt.
(Geschwindigkeitsbegrenzung)
für PKW ohne Anhänger:
in geschlossenen Ortschaften 50 km/h (nachts von 23 bis 5 Uhr 60 km/h), auf Landstraßen 90 km/h,
auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Autobahnen 130 km/h.
In vielen Ortschaften ist die Geschwindigkeit durch zusätzliche Schilder auf 40 km/h begrenzt.
in geschlossenen Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, auf Autobahnen außerorts 130 km/h.
Es kommt vor, dass an Autobahnen oder Schnellstraßen plötzlich ein Ortsschild steht,
so dass man sich zwar noch auf der Autobahn, aber gleichzeitig auch in einer geschlossenen Ortschaft befindet!
In diesem Fall darf man 80 km/h fahren.
Da in Tschechien viele Landstraßenabschnitte ähnlich wie Schnellstraßen ausgebaut sind, ist man als Fremder manchmal unsicher, wie schnell man nun fahren darf: Entscheidend ist, ob man innerhalb oder außerhalb einer Ortschaft ist, und ob man auf einer wirklichen Schnellstraße ist, oder nur auf einer Landstraße.
Siehe hierzu: Beschilderung von Autobahnen und Schnellstraßen, Ortsschilder, Bußgelder
(Länderkennzeichen)
Nach dem Wiener Abkommen, das immer noch in Kraft ist
müssen Autos im Ausland grundsätzlich ein ovales Länderkennzeichen
(z. B.
) haben,
dessen Größe und Gestalt genau festgelegt ist.
Bei Fahrten innerhalb der EU (also auch nach Polen und Tschechien)
sind diese Länderkennzeichen jedoch nicht mehr erforderlich,
sofern das Auto ein EU-Nummernschild mit Europasternen und aufgedrucktem D hat.
Siehe auch: Nummernschilder, Dreiländerkennzeichen
(Billigtankstellen, Verbrauch)
Unter Kraftfahrern wird kontrovers diskutiert, ob deutsche Markenkraftstoffe besser sind als preiswerte Angebote aus Polen oder von der Supermarkttankstelle. Die häufigsten Argumente beider Seiten sind folgende:
| Qualitätsbewusst | Preisbewusst |
|---|---|
|
|
Wir können diese Meinungsverschiedenheit auch hier nicht abschließend klären, denn jeder hat da seine eigenen Erfahrungen gemacht und beharrt darauf. In einem Selbstversuch habe ich im Jahr 2008 bis 2009 verschiedene Tankstellen getestet – teure und billige, deutsche, polnische und tschechische – um festzustellen, ob das Auto im Schnitt mehr verbraucht, wenn es mit billigem Kraftstoff betankt wird. Ich konnte dabei keinen Unterschied im Verbrauch feststellen. Darum tanke ich auch weiterhin preisbewusst. Ich bin damit bisher immer gut gefahren und erwähne nur der Vollständigkeit halber die folgenden Mängel, die in den letzten Jahren in der Presse und im Bekanntenkreis diskutiert wurden: 9>
Zur Sicherheit wird allgemein empfohlen, große, namhafte Tankstellen (möglichst westlicher Konzerne) zu bevorzugen. Um bei kritischen deutschen Kunden Vertrauen zu schaffen, importieren manche polnischen Tankstellen ihren Kraftstoff aus deutschen Raffinerien. Sie können ihn trotzdem preiswert anbieten, weil die polnische Mineralölsteuer geringer ist.
Bei polnischem Diesel und bei Kraftstoffen aus Tschechien hat SGS Germany übrigens keine Mängel festgestellt.
Siehe auch: Sprit sparen – So verbessern Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz
(Autodiebstahl, Diebstahl, Kfz-Diebstahl, Sicherheit)
Generell sind Polen und Tschechien sichere Reiseländer. Jedes Jahr fahren Tausende Deutsche und Niederländer dorthin in den Urlaub, und in der Regel haben sie keine Probleme. Man kann auch durchaus abends oder nachts zum Tanken über die Grenze fahren, ohne dass man sich groß um seine Sicherheit sorgen müsste. Wir machen das seit Jahren, und uns ist noch nie etwas passiert.
Dass in Polen und Tschechien jedoch manchmal Autos geklaut oder Gepäckstücke aus Autos entwendet werden, ist leider kein bloßes Vorurteil, sondern eine ernst zu nehmende Gefahr, vor der auch das Auswärtige Amt in seinen Reiseinformationen warnt. Wie groß diese Gefahr wirklich ist, lässt sich schwer einschätzen; manche Statistik sagt, dass das Risiko nicht größer sei als in Sachsen. Sicherlich ist es nicht so schlimm, dass man von Autofahrten nach Polen und Tschechien absehen müsste, aber es ist unbedingt anzuraten, dass man sein Auto beim Parken sorgfältig abschließt, im Innenraum nichts Wertvolles herumliegen lässt und nach Möglichkeit bewachte Parkplätze nutzt. Deutsche Oberklassemarken wie Mercedes und BMW sind besonders gefährdet. Sicherer fährt man mit Klein- und Mitteklassewagen, insbesondere mit solchen Marken, die in Osteuropa wenig verbreitet sind (z. B. Opel oder Renault).
Auf manchen polnischen Fernstraßen kommt es angeblich häufig vor,
dass Räuber am Straßenrand Pannen vortäuschen,
um Reisende zum Anhalten zu bringen und anschließend auszurauben.
Neben Eigentumsdelikten sind wahrscheinlich Warenschmuggel, illegale Einreise und Schleusung von Ausländern die häufigsten Formen von Kriminalität in unserer Region. Ab und zu gelingt das immer wieder, denn die Grenzen im Dreiländereck sind recht leicht zu überwinden, und auch an den Grenzübergängen wird längst nicht mehr scharf kontrolliert. Wer aber dennoch erwischt wird, muss mit hohen Strafen rechnen.
Siehe auch: Grenzschutz
Seit 17. April 2007 müssen Kraftfahrzeuge in Polen immer mit eingeschaltetem Abblendlicht fahren.
Seit 1. Juli 2006 müssen Kraftfahrzeuge in Tschechien immer mit eingeschaltetem Tagfahrlicht oder Abblendlicht fahren.
Übrigens ist es dort auch Pflicht, einen Satz Ersatzglühbirnen mitzuführen.
Dies wird aber selten kontrolliert.
In Deutschland müssen nur Krafträder (also Motorräder u. ä.) tagsüber mit Licht fahren.
Autos müssen nur bei Dunkelheit und schlechter Sicht mit Licht fahren.
Siehe auch: Bußgelder
(Autonummern)
Polnische Nummernschilder
Die Republik Polen ist in 16 Wojewodschaften (Regierungsbezirke) eingeteilt, die ihrerseits wiederum in Kreise unterteilt sind. Neue polnische Nummernschilder sind schwarz auf weiß beschriftet und beginnen mit zwei oder drei Buchstaben, wobei der erste für die Wojewodschaft steht und der Rest für den Kreis – z. B. DZG – das D steht für Dolnośląskie (Niederschlesien) und ZG für die Kreisstadt Zgorzelec.
|
Anfangs- buchstabe |
Wojewodschaft (Regierungsbezirk) | Hauptstadt | |
|---|---|---|---|
| B |
Podlaskie Podlachien/Podlasien | Białystok |
| C |
Kujawsko-Pomorskie Kujawien-Pommern |
Bydgoszcz, Toruń Bromberg, Thorn | |
| D |
Dolnośląskie Niederschlesien |
Wrocław Breslau | |
| E |
Łódzkie Lodsch |
Łódź Lodsch | |
| F |
Lubuskie Lebus |
Gorzów Wielkopolski, Zielona Góra Landsberg a.d. Warthe, Grünberg | |
| G |
Pomorskie Pommern |
Gdańsk Danzig | |
| K |
Małopolskie Kleinpolen |
Kraków Krakau | |
| L |
Lubelskie Lublin | Lublin | |
| N |
Warmińsko-Mazurskie Ermland-Masuren |
Olsztyn Allenstein | |
| O |
Opolskie Oppeln |
Opole Oppeln | |
| P |
Wielkopolskie Großpolen |
Poznań Posen | |
| R |
Podkarpackie Karpatenvorland | Rzeszów | |
| S |
Śląskie Schlesien |
Katowice Kattowitz | |
| T |
Świętokrzyskie Heiligkreuz | Kielce | |
| W |
Mazowieckie Masowien |
Warszawa Warschau | |
| Z |
Zachodniopomorskie Westpommern |
Szczecin Stettin |
Auf den Nummernschildern ist in der Mitte ein silbriger Aufkleber mit Hologramm als Siegel angebracht. Die rechte Hälfte des Kennzeichens wird durch eine willkürliche Folge von Ziffern und Buchstaben gebildet. Gegen höhere Gebühr vergeben die Zulassungsstellen auch Kennzeichen nach individuellen Wünschen. Am linken Rand des Nummernschilds ist der EU-typische blaue Streifen mit dem Nationalitätskennzeichen PL. Nur auf den allerneuesten Schildern sind dazu auch die zwölf Europasterne aufgedruckt; auf den etwas älteren ist statt dessen die weiß-rote polnische Flagge abgebildet.
Zusätzlich zu den Nummernschildern haben polnische Autos an der Innenseite der Windschutzscheibe einen Aufkleber mit Hologramm, auf dem die Autonummer vermerkt ist. Bei Lastwagen ist die Autonummer außerdem oft mit riesigen Buchstaben auf die Rückwand gepinselt – dies ist typisch für ganz Osteuropa.
Alte polnische Nummernschilder sind mattschwarz mit weißer Schrift. Sie beginnen ebenfalls mit drei Buchstaben, wovon aber nur die ersten beiden für die Wojewodschaft stehen. Hierbei handelt es sich um die alten, kleinen Wojewodschaften, die es heute nicht mehr gibt, da sie im Zuge einer Verwaltungsreform zu größeren Einheiten zusammengelegt wurden; z. B. JEG – das JE steht für Jelenia Góra (Hirschberg), das G ist nur ein willkürlicher Buchstabe.
In der Übergangszeit nach der Verwaltungsreform, vor Einführung der weißen Nummernschilder wurden in der Wojewodschaft Niederschlesien schwarze Nummernschilder mit den weißen Anfangsbuchstaben WWK oder WWL ausgegeben.
Weitere Einzelheiten – u. a. die Kfz-Kennzeichen aller einzelnen Kreise – finden Sie bei Wikipedia.
Tschechische Nummernschilder
Die Tschechische Republik ist in 14 Regionen (kraje) eingeteilt, die wiederum aus Kreisen (okresi) bestehen. Neue tschechische Autonummern beginnen i. d. R. mit einem Buchstaben, der zwischen zwei Ziffern eingeschlossen ist, z. B. 1L4 oder 2L0. Dieser mittlere Buchstabe steht für die Region (kraj), in der das Auto zugelassen ist.
Den Rest des Kennzeichens bildet eine willkürliche Ziffernfolge. Allmählich werden auch in Tschechien EU-Nummernschilder mit blauem Streifen und Europasternen eingeführt. Sie sind aber noch nicht sehr häufig, weil noch viele Autos mit alten Nummernschildern herumfahren. Auch nach dem EU-Beitritt haben viele Zulassungsstellen nicht sofort begonnen, EU-Nummernschilder auszugeben, sondern zunächst ihre Altbestände aufgebraucht.
| Buchstabe | Region (kraj) | Hauptstadt | |
|---|---|---|---|
| A |
Praha Hauptstadt Prag |
Praha Prag |
| B |
Jihomoravský Südmähren |
Brno Brünn | |
| C |
Jihočeský Südböhmen |
České Budějovice Budweis | |
| E |
Pardubický Pardubitz |
Pardubice Pardubitz | |
| H |
Královéhradecký Königgrätz |
Hradec Králové Königgrätz | |
| J |
Vysočina Oberland |
Jihlava Iglau | |
| K |
Karlovarský Karlsbad |
Karlový Vary Karlsbad | |
| L |
Liberecký Reichenberg |
Liberec Reichenberg | |
| M |
Olomoucký Olmütz |
Olomouc Olmütz | |
| P |
Plzeňský Pilsen |
Plzeň Pilsen | |
| S |
Středočeský Mittelböhmen |
Praha Prag | |
| T |
Moravskoslezský Mährisch-Schlesien |
Ostrava Ostrau | |
| U |
Ústecký Aussig |
Ústí nad Labem Aussig a.d. Elbe | |
| Z |
Zlínský Zlín | Zlín |
Ältere tschechische Autonummern beginnen i. d. R. mit drei Buchstaben,
wovon die ersten beiden den Kreis (okres) kennzeichnen, z. B. LBI (LB = Liberec).
Ausnahme: Der Anfangsbuchstabe A steht allein für die Hauptstadt Prag.
Siehe:
Liste der tschechischen Kreise mit ihren alten Autokennzeichen
Weiße Ortsschilder mit schwarzer Schrift oder
schwarzer Stadtsilhouette kennzeichnen geschlossene Ortschaften.
Dort darf man höchstens 50 km/h fahren (nachts von 23 bis 5 Uhr 60 km/h).
Grüne Ortsschilder mit weißer Schrift dienen nur zur geografischen Orientierung
und stellen keine Geschwindigkeitsbegrenzung dar.
Weiße Ortsschilder mit schwarzer Schrift kennzeichnen geschlossene Ortschaften.
Dort darf man höchstens 50 km/h fahren.
Siehe auch: Höchstgeschwindigkeit
(Alkohol am Steuer)
In Polen sind für Kraftfahrer nur 0,2 ‰ Blutalkohol erlaubt, in Tschechien 0,0 ‰, in Deutschland 0,5 ‰. Es wird zwar sehr selten kontrolliert, aber wenn man mit zu viel Alkohol erwischt wird, sind hohe Geldstrafen fällig.
Das polnische Straßennetz ist größtenteils schlecht.
Abgesehen von einigen Neubaustrecken haben fast alle Landstraßen Löcher und Buckel.
Autobahnen gibt es kaum, und auch deren Zustand lässt zu wünschen übrig.
So muss man für Fahrten durch Polen stets wesentlich mehr Zeit einplanen
als für gleich lange Strecken in Deutschland,
und auf den holprigen Straßen fährt es sich auch wesentlich unbequemer.
Die meisten Hauptstraßen Tschechiens sind in gutem Zustand.
Das Autobahnnetz ist zwar noch nicht so engmaschig,
wie man es sich wünschen würde, aber viele wichtige Landstraßen sind hervorragend ausgebaut,
so dass man in der Regel recht zügig vorankommt.
Schon zu sozialistischen Zeiten waren die Straßen in der Tschechoslowakei viel besser als in der DDR.

Die meisten Tankstellen jenseits der Grenze sind nicht so gut ausgestattet wie in Deutschland.
Zwar gibt es einige, die annähernd westlichem Standard entsprechen, aber andere
sind sehr einfach, sehen zum Teil abenteuerlich aus und bieten fast nichts außer Benzin.
Man findet drüben nur selten eine Waschanlage, einen Staubsauger oder eine Vorrichtung zum Reifen aufpumpen.
Siehe auch: Waschanlagen, Kraftstoffqualität
Einige westliche Mineralölkonzerne sind auch in Osteuropa aktiv;
ich habe in Tschechien schon Shell-Tankstellen gesehen.
In der Nähe unseres Dreiländerecks gibt es jedoch in Polen und Tschechien
keine bekannten westlichen Markentankstellen.
Namhafte einheimische Firmen jedoch, die einen gehobenen Standard an Qualität und Service bieten
sind
Orlen und AB,
PapOil und EuroOil.
(Schilder, Beschilderung)
Bei den Verkehrsschildern sind keine nennenswerten Besonderheiten zu beachten, nur Kleinigkeiten:
Die üblichen dreieckigen Warnschilder haben in Polen keinen weißen, sondern einen gelben Hintergrund (siehe Bild).

Es gibt Abbiegeverbotsschilder, die es in dieser Form in Deutschland nicht gibt,
aber ihre Bedeutung ist eigentlich klar: Man darf in die bezeichnete Richtung nicht abbiegen.
Dreieckige Warnschilder sind in Tschechien manchmal mit einem blauen Zusatzschild versehen,
welches die empfohlene Geschwindigkeit angibt.
Die Andreaskreuze an Bahnübergängen sind ziemlich klein.
Zu den üblichen runden, blauen Schildern (z. B. für Fuß- und Radweg) gibt es jeweils auch Gegenstücke,
die mit einem roten Balken durchgestrichen sind. Dieses Schild (siehe unten)
kennzeichnet z. B. das Ende eines Fuß- und Radweges.
Verbotsschilder für einzelne Fahrzeugarten (LKW, Busse, Traktoren)
sind in drei Segmente unterteilt (siehe Bild).
Vorfahrtschilder gelten manchmal summarisch für mehrere dicht aufeinanderfolgende Kreuzungen.
Sie sind dann mit einem Zusatzschild versehen, das den Kreuzungsverlauf genau wiedergibt.
Viele Kreuzungen sind noch nicht so standardisiert wie in Deutschland. Es gibt eigentümliche Formen:
Siehe auch:
Häufige Inschriften auf Verkehrsschildern – mit Übersetzung
Bahnübergänge,
Grüner Pfeil,
Ortsschilder,
Wegweiser,
Zebrastreifen.
Folgende Tankstellen in unserem Gebiet betreiben eine Waschanlage:
:
Agip,
Aral,
FrankeTANK,
OMV,
:
Orlen,
:
PapOil.
Siehe auch: Tankstellen-Ausstattung
(Ausschilderung)

Städte und Dörfer sind in Polen durchweg gut ausgeschildert,
so dass man sich zusammen mit einer Straßenkarte gut orientieren kann.
Die Wegweiser sind in Polen weiß auf grün beschriftet
und stehen meist direkt an der Stelle, wo man abbiegen muss.
Damit man die Wegweiser trotzdem rechtzeitig aus größerer Entfernung erkennen kann, sind sie oft riesengroß.
Vorwegweiser, die etliche Meter vor der Kreuzung vorwarnen gibt es fast nur in Städten.
Zahlen, die direkt neben den Ortsnamen stehen sind Entfernungsangaben in Kilometern.
Farblich abgesetzte Zahlen in extra Rahmen sind Straßennummern.

Die Straßen der Tschechischen Republik sind im Allgemeinen sehr gut ausgeschildert.
In allen Städten und Dörfern, auf Landstraßen und Autobahnen sind reichlich Wegweiser aufgestellt,
so dass man sich zusammen mit einer Straßenkarte sehr gut orientieren kann.
Pfeilförmige Tafeln mit weißer Schrift auf blauem Grund weisen den Weg zu Städten und Dörfern.
Die Zahlen, die neben den Ortsnamen stehen sind Entfernungsangaben in Kilometern.
Zahlen in extra Rahmen sind Straßennummern.
Tafeln, die schwarz auf weiß beschriftet sind, weisen innerhalb geschlossener Ortschaften
den Weg zu Ortsteilen oder besonderen Einrichtungen.
Tafeln mit weißer Schrift auf grünem Grund stehen an Autobahnen.
Umleitungsschilder haben schwarze Schrift auf rotem Grund.
Nur eines ist bei tschechischen Wegweisern arg gewöhnungsbedürftig: Wir sind es aus Deutschland (und auch aus Polen) gewohnt, dass man bei pfeilförmigen Wegweisern sofort abbiegen muss. Die tschechischen Wegweiser stehen jedoch oft -zig Meter vorm Abzweig und niemals dahinter. Die Grundregel ist also, dass man stets am Wegweiser vorbeifährt und danach erst in die nächste größere Straße einbiegt. Aber selbst wenn man diese Grundregel beherzigt, kann es passieren, dass man falsch abbiegt, denn zwischen dem Schild und dem eigentlichen Abzweig können noch Feldwege, Hofeinfahrten oder unwichtige Nebenstraßen abzweigen. Man muss also nach Augenschein beurteilen, ob eine abzweigende Straße groß und bedeutend genug erscheint, so dass sie gemeint sein könnte. Das zu entscheiden ist manchmal schwierig.
Siehe auch: Wegweiser grenzüberschreitend, Verkehrsschilder
Jeder Staat hat sein eigenes System von Wegweisern, mit dem man sich innerhalb des Landes mehr oder weniger zurechtfindet. Dieses System lässt einen jedoch oft erbärmlich im Stich, wenn man das Land verlassen will und einen Grenzübergang sucht. Grenzübergänge und ausländische Orte sind meist uneinheitlich, ungenügend oder gar nicht ausgeschildert. Sofern man überhaupt Wegweiser nach „drüben“ findet, steht meistens nicht das drauf, was man am dringendsten sucht – nämlich das Land, in das man möchte. Folgende Varianten habe ich im Raum unseres Dreiländerecks entdeckt:
“
: „BAUTZEN“
(diesen Schildern muss man folgen, um ins benachbarte Seifhennersdorf zu kommen)
: „SZCZECIN“ (siehe Bild) –
Das ist die Krönung! Szczecin (Stettin) liegt über 500 km entfernt an der Ostseeküste!
Größere, wesentlich näher liegende Städte wie Jelenia Góra
oder Wrocław sind nicht ausgeschildert.
Da wollten die Tschechen – da ihr Land keine Meeresküste und keinen Hafen besitzt –
wohl oben auf dem Riesengebirgskamm ein wenig Duft der großen weiten Welt verbreiten! ;-)
nach Rumburk
und von Sieniawka
nach Zittau
überhaupt nicht ausgeschildert.
Einheimische wissen Bescheid, Ortsunkundige müssen den Weg erfragen oder erraten.
Siehe auch: Grenzübergänge im Umkreis des Dreiländerecks
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